{"id":9461,"date":"2013-08-30T13:07:31","date_gmt":"2013-08-30T11:07:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hellehollis.com\/autovermietung\/?p=546"},"modified":"2013-08-30T13:04:48","modified_gmt":"2013-08-30T13:04:48","slug":"ein-wunderschoner-ausflug-auf-den-gipfel-vom-mulhacen-3-482-m-dem-hochsten-berg-der-halbinsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hellehollis.com\/blog\/de\/ein-wunderschoner-ausflug-auf-den-gipfel-vom-mulhacen-3-482-m-dem-hochsten-berg-der-halbinsel.htm","title":{"rendered":"Ein wundersch\u00f6ner Ausflug auf den Gipfel vom Mulhacen (3.482 m) &#8211; dem h\u00f6chsten Berg der Halbinsel"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man aus D\u00e4nemark kommt, wo der h\u00f6chste \u201eBerg\u201c kaum die 200 Metergrenze erreicht, dann ist es kein Wunder, dass man von den spanischen Bergen angezogen wird. Schon l\u00e4nger wollten wir den h\u00f6chsten Berg der <strong>iberischen Halbinsel<\/strong> erobern \u2013 den <strong>Mulhacen mit seinen 3.482 m<\/strong> \u2013 hatten die Idee jedoch noch nicht in die Tat umgesetzt, einmal weil man uns gesagt hatte, das w\u00fcrde mindestens eine Zweitages-Tour, und zum anderen wegen unserer Voreingenommenheit gegen Schlafen im Biwak oder \u201eRefugium\u201c.<\/p>\n<p>Erst vor kurzem erz\u00e4hlten uns ein paar Spanier, die wir zuf\u00e4llig in einem Restaurant in Trevelez getroffen hatten, dass es jetzt dank einer Initiative der andalusischen Regionalregierung m\u00f6glich ist, den Ausflug hin und zur\u00fcck an einem <strong>einzigen Tag zu machen<\/strong>. Der Trick dabei ist, den von der Junta betriebenen<strong> Busservice von Capileira aus zu nutzen<\/strong>, der Sie die ersten 21 Kilometer der Bergstra\u00dfe nach oben bef\u00f6rdert. Dadurch bleiben Ihnen nur <strong>etwa 8 km f\u00fcr den Fu\u00dfmarsch \u2013 und nat\u00fcrlich auch etwa 8 km zur\u00fcck zur Bushaltestelle.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.hellehollis.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MapMulhacen_granada-1.gif\"><img loading="lazy" decoding="async" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-545\" src=\"https:\/\/www.hellehollis.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/MapMulhacen_granada-1.gif\" alt=\"Mulhacen Landkarte\" width=\"500\" height=\"350\" \/><\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Buchen ist erforderlich.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alles f\u00e4ngt an mit der Sitzplatzbuchung f\u00fcr den Bus<\/strong>. Wir riefen das \u201eB\u00fcro\u201c in Capileira an, wo wir von Conchi und Paco sehr gut betreut wurden \u2013 das sind die beiden, die es t\u00e4glich besetzen. Die Telefonnummer ist 95 876 30 90 \u2013 es gibt keine offiziellen \u00d6ffnungszeiten, aber wenn sie antworten, nehmen sie sich Zeit f\u00fcr alle Ihre Fragen.<\/p>\n<p><strong>T\u00e4glich fahren zwei Busse.<\/strong> Der erste um 08.30 Uhr und der n\u00e4chste um 11.00 Uhr. Sie kommen um 16.15 bzw. 18.15 Uhr zur\u00fcck nach Capileira.<\/p>\n<p>Der Busservice beginnt jedes <strong>Jahr im Juli und endet, wenn das Wetter schlechter wird \u2013 normalerweise gegen Mitte \/ Ende September<\/strong>.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckfahrscheine kosten nur 10 \u20ac, was wir f\u00fcr sehr, sehr g\u00fcnstig halten. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und f\u00fchrt von Capileira in 1.465 Meter H\u00f6he hinauf bis zum \u201eMirador de Trevelez\u201c auf 2.700 m. Die gewundene Stra\u00dfe bietet nat\u00fcrlich ein paar atemberaubende Ausblicke, aber die Fahrt ist nicht unangenehm oder gar be\u00e4ngstigend, sogar nicht f\u00fcr Leute mit schwachen Nerven oder einer Neigung zur Reisekrankheit.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag \u2013 es geht los!<\/strong><\/p>\n<p>Wir starteten mit <a title=\"Helle Hollis mietwagen und Mulhacen Granada\" href=\"https:\/\/bookings.hellehollis.com\/chooseyourcar.aspx?langId=de\"><strong>unserem Helle Hollis Auto<\/strong><\/a> an einem Donnerstag im August und fuhren etwa 150 km vom Flughafen in Malaga bis Capileira in der Alpujarra. Es ging in Richtung Osten nach Motril und dann \u00fcber die neue Schnellstra\u00dfe in Richtung Granada; nach etwa 10 km bogen wir ab nach Orgiva und fuhren von dort aus weiter \u00fcber Pampaneira bis Capileira. Die ganze Fahrt dauert etwa 2 Stunden \u2013 aber in diesem Fall hatten wir in Orgiva Appetit und fanden gl\u00fccklicherweise sofort ein gutes Restaurant.<\/p>\n<p><strong>Die erste gl\u00fcckliche Wahl \u2013 sowohl in Bezug auf den Wochentag als auch aufs Essen<\/strong><\/p>\n<p>In Orgiva fanden wir die Restaurants und Bars entlang der Hauptstra\u00dfe wenig einladend und uninteressant. Deshalb gingen wir lieber durch die engen Gassen \u2013 und wurden belohnt! Wir fanden das einem Argentinier geh\u00f6rende \u201e<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pages\/Pizza-N-Love\/663028630389584\">Pizza \u00b4nlove\u201c<\/a><\/p>\n<p>Das Restaurant mit einem Touch von Boh\u00e8me wurde erst vor wenigen Monaten er\u00f6ffnet \u2013 und hat mittags an nur einem Tag in der Woche ge\u00f6ffnet \u2013 am Donnerstag! Wir bekamen fantastische Pizzas, im Holzfeuerofen gebacken. Lecker! Dazu genossen wir den aufmerksamen Service des Eigent\u00fcmers, der \u00fcbrigens gerade ein neues Tamburin bekommen hatte, von dem er seine Finger nicht lassen konnte. Sch\u00f6n als Begleitmusik.<\/p>\n<p><strong>Die zweite Gl\u00fcckliche Wahl \u2013 die \u00dcbernachtung<\/strong><\/p>\n<p>Nach einem guten Essen und ein wenig m\u00fcde durch die vielen Kurven auf dem letzten St\u00fcck der Bergstra\u00dfe von Orgiva nach<strong> Capileira<\/strong> (ca. 20 km), fanden wir schnell unser Hotel. Wir hatten uns in de<strong>r Bar\/Restaurant Cascape\u00f1as<\/strong> in der Mitte des Ortes angemeldet. \u00dcber der Bar sind Doppelzimmer f\u00fcr 40 \u20ac, aber es gibt weitere Zimmer in einem kleinen Ein-Stern-Hotel nur ein paar hundert Meter entfernt \u2013 f\u00fcr 50 \u20ac mit Fr\u00fchst\u00fcck. Wir hatten dieses Hotel durch <a href=\"https:\/\/www.booking.com\">www.booking.com<\/a> gebucht, Sie k\u00f6nnen aber auch direkt unter der 95 876 30 11 reservieren. Wenn Sie sich f\u00fcr letzteres entscheiden, erwartet Sie eine beachtliche linguistische Herausforderung. Nicht nur dass man ausschlie\u00dflich Spanisch spricht, man tut dies mit einem sehr markanten Dialekt!<\/p>\n<p>Das Hotel liegt an einer ruhigen, sehr h\u00fcbschen Stra\u00dfe. Es gibt keinen Empfang, Sie bekommen den Schl\u00fcssel f\u00fcr die Haust\u00fcr und Ihr Zimmer mit. Wir hatten Zimmer 201, ein gro\u00dfer Raum mit einem noch gr\u00f6\u00dferen Badezimmer. Es hat sogar einen kleinen Balkon zur Stra\u00dfe. Alles war frisch renoviert, die Betten sind guter Standard \u2013 alles in allem eine angenehme \u00dcberraschung f\u00fcr ein Ein-Stern-Hotel.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.hellehollis.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Capileira_pueblo-1.gif\"><img loading="lazy" decoding="async" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-543\" src=\"https:\/\/www.hellehollis.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Capileira_pueblo-1.gif\" alt=\"Capileira\" width=\"300\" height=\"450\" \/><\/a><\/p>\n<p>Allerdings entpuppte sich die kleine ruhige Stra\u00dfe am Abend zur Freiterrasse, auf der die nahe gelegene Bar 15 Tischchen aufgestellt hatte. Es ging sehr lebhaft und etwas laut zu bis ein Uhr morgens \u2013 und dann waren da noch die paar etwa Zehnj\u00e4hrigen, die sich ein Fu\u00dfballmatch lieferten. Um 01.30 Uhr wurde es dann still \u2013 so still, wie man es nur in den Bergen kennt!<\/p>\n<p><strong>Die dritte gl\u00fcckliche Wahl \u2013 das Abend-Restaurant<\/strong><\/p>\n<p>Wir verbrachten den Nachmittag unterwegs, besuchten Capileira und das nahe Bubion.<\/p>\n<p>Abends fanden wir ein verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig neues Restaurant auf der Hauptstra\u00dfe mit einer Terrasse mit einem eindrucksvollen Blick auf die Berge. Das Allerbeste war das Essen. Die jungen Besitzer, Chef Guillermo und Kellnerin Africa (das ist wirklich ihr Name),\u00a0 haben sich f\u00fcr beliebte lokale Zutaten entschieden, die sie \u00fcberraschend modern und untraditionell zubereiten und pr\u00e4sentieren. Alle Gerichte sind als Tapas und halbe Rationen erh\u00e4ltlich. Diesen Abend entschieden wir uns f\u00fcr halbe Rationen und teilten sie uns. Drei davon waren genug, aber da die Speisekarte so viele interessante Gerichte anbot, die man einfach probieren musste, entschlossen wir uns, am n\u00e4chsten Abend zur\u00fcck zu kommen und dann aber Tapas zu bestellen. Am n\u00e4chsten Abend gab es auf der Terrasse nach dem Essen sogar live Jazzmusik. Tische kann man unter \u201e<strong>Botanic Bar\u201c<\/strong> buchen, per E-mail an <a href=\"mailto:botanicalpujarra@gmail.com\">botanicalpujarra@gmail.com<\/a> oder per Telefon unter 689 587 765. Sowohl Africa als auch Guillermo sprechen tolles Englisch.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hellehollis.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Duckbreast_Botanicgarden_restaurant-1.gif\"><img loading="lazy" decoding="async" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-542\" src=\"https:\/\/www.hellehollis.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Duckbreast_Botanicgarden_restaurant-1.gif\" alt=\" Entenbrust mit Maulbeeren\" width=\"350\" height=\"550\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><i>Entenbrust mit Maulbeeren<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Freitag \u2013 Aufbruch zum Mulhacen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Wecker klingelte uns um 07.30 Uhr heraus zum Fr\u00fchst\u00fcck auf der Freiterrasse der Bodega El Cascape\u00f1as, gerade gegen\u00fcber der Bushaltestelle. Sie k\u00f6nnen ihn also nicht verpassen. Das Fr\u00fchst\u00fcck war typisch spanisch. Frischer Toast mit entweder Marmelade und Butter oder Oliven\u00f6l und zerquetschte Tomaten, gutem frisch gemachten Kaffee und Orangensaft. Am n\u00e4chsten Morgen w\u00fcrde das Angebot erweitert werden durch selbstgebackene \u201ebu\u00f1uelos\u201c, einer Art in \u00d6l gebackener Teignuss, die f\u00fcr diese Gegend typisch ist. Man bestreut sie mit Zucker, schmeckt super lecker. Sie k\u00f6nnten wahrscheinlich auch nur ein paar davon essen! \u2013 Wir erfuhren, dass der Gastwirt jeden Samstag um 05.00 Uhr aufsteht, um mehr als Tausend St\u00fcck dieser Leckerbissen zu backen \u2013 alles f\u00fcr Capileira und die umliegenden D\u00f6rfer. Wir sahen einen Lieferwagen mit ein paar hundert \u201ebu\u00f1uelos\u201c beladen, und ich bekam den Verdacht, dass sich samstagmorgens das ganze Dorf zum Kaffee mit \u201ebu\u00f1uelos\u201c auf der Cascape\u00f1as Terrasse trifft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hellehollis.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Bus_Mulhacen-1.gif\"><img loading="lazy" decoding="async" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-544\" src=\"https:\/\/www.hellehollis.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Bus_Mulhacen-1.gif\" alt=\"Bus nach Mulhacen\" width=\"500\" height=\"350\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Bus fuhr erstaunlicherweise um <strong>Punkt 08.30 Uhr los<\/strong>. Nach einer halben Stunde hatten wir die Baumgrenze hinter uns gelassen und sahen nur noch Buschwerk ringsum\u00a0 \u2013 was die Aussicht viel besser machte. Wie schon gesagt, dauerte die Busfahrt den Berg hinauf ungef\u00e4hr eine Stunde. Dann hielten wir mitten auf der Schotterstra\u00dfe, und alle 20 Fahrg\u00e4ste stiegen aus. Es gibt hier gut ausgeschilderte Wanderwege nach \u00fcberall \u2013 aber nicht zum Gipfel vom Mulhacen.<\/p>\n<p>Trotzdem war er letztlich einfach zu finden. Man muss nur die Schotterstra\u00dfe ein paar hundert Meter weiter gehen und dann den einzigen Pfad zur Rechten nehmen \u2013 den nach oben! Wenn Sie erst einmal auf diesem Weg sind, brauchen Sie nie wieder zu zweifeln, ob er der richtige ist. Er ist ausgesprochen gut zu erkennen und an manchen Stellen sogar mit Steinhaufen markiert. Wir schlossen uns Jos\u00e9 an, der 70 Jahre alt ist und aus Gerona kommt. Urspr\u00fcnglich stammt er aus Cadiar in der Alpujarra, wo er und seine Frau jedes Jahr ein paar Sommermonate verbringen. Wir hatten den Eindruck, dass Cadiar manchmal ein bisschen eng f\u00fcr ihn wird \u2013 oder will er nur ab und zu mal der st\u00e4ndigen Gegenwart seiner Frau entfleuchen? Wie dem auch sei, er besteigt einmal in der Woche den Mulhacen und h\u00e4ngt manchmal weitere Ausfl\u00fcge auf die umliegenden Berge dran. Beeindruckend!<\/p>\n<p>Er leistete uns auf der Strecke von 7,7 km bis hin zum Gipfel Gesellschaft \u2013 und auch wieder zur\u00fcck nach unten. Wir hatten viele gute Gespr\u00e4che \u00fcber Politik, Verschwendung von Rohstoffen usw., aber haupts\u00e4chlich \u00fcber die Natur, die Flora und Fauna der Berge. Wir h\u00e4tten keinen besseren F\u00fchren finden k\u00f6nnen \u2013 nicht einmal einen bezahlten.<\/p>\n<p>Auf unserem Weg nach oben erreichten wir die Schneegrenze \u2013 das hei\u00dft wir fanden einen verlorenen Flecken Schnee, vor dem wir uns nat\u00fcrlich fotografierten. <strong>Nach 2 Stunden und 45 Minuten Wanderung erreichten wir dann den Gipfel.<\/strong> Immer mit bequemem Schritt, ohne Atmung oder Kraft zu sehr zu beanspruchen oder herauszufordern. Wir merkten nat\u00fcrlich, dass die Luft d\u00fcnn war (weniger Sauerstoff), aber wir hatten keine Anzeichen von H\u00f6henkrankheit (Schwindelgef\u00fchl, \u00dcbelkeit und Kopfschmerzen).<\/p>\n<p><strong>Der Gipfel ist recht gro\u00dffl\u00e4chig<\/strong> \u2013 man kann nicht wirklich von einem richtigen Berggipfel sprechen \u2013 eher einem kleinen Plateau, auf dem wir picknickten \u2013 und bietet rundherum unschlagbare Fernsicht. Am meisten beeindruckte uns der Blick zum Veleta, dem zweigh\u00f6chsten Gipfel der Sierra Nevada, und der hinunter ins Tal zwischen dem Mulhacen und dem Veleta, wo wir eine der vielen \u201eLagunen\u201c sahen, die man in diesem Bergmassiv findet. Lagunen sind nat\u00fcrliche Gletscherseen. Die, die wir sahen, hei\u00dft \u201eLa Caldera\u201c.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zum Veleta, der mit reichlich Ski Infrastruktur ausgestattet ist, ist der Mulhacen komplett frei von jeder Art Installationen. Natur pur!<\/p>\n<p>Mit dem Wetter hatten wir Gl\u00fcck. Wir hatten um 12\u00baC und volle Sonne solange sie stieg. Nach dem Zenith kam eine Mischung von Sonne und Wolken, auch angenehm. Das Allerbeste war, dass es fast windstill war. Bei starkem Wind f\u00fchlen sich 12\u00ba n\u00e4mlich richtig kalt an. So aber war es einfach wohlig \u2013 und ein willkommener Kontrast zu den \u00fcber 30\u00ba in Malaga. Stellen Sie sich vor, Sie tragen lange \u00c4rmel und Unterhosen! Ein Novum in Andalusien im August.<\/p>\n<p>Jos\u00e9 stellte sich noch einmal als echter Volltreffer heraus. Er schlug einen alternativen R\u00fcckweg nach unten vor \u2013 wozu wir uns nie getraut h\u00e4tten \u2013 nicht wegen der Schwierigkeit des Weges, sondern weil wir nicht wussten, wie lange das dann dauern w\u00fcrde. Wir wollten auf keinen Fall den Bus um 16.15 Uhr zur\u00fcck nach Capileira verpassen. Conchi vom \u201eBus-B\u00fcro\u201c hatte uns zwar gesagt, dass man eine recht gutes Auge auf die Fahrg\u00e4ste mit R\u00fcckfahrschein h\u00e4tte, damit auch wirklich alle zur\u00fcck kommen. Und, so sagte sie weiter, schickte man um 12.00 Uhr einen Sonderbus hoch um jene zu \u201eretten\u201c, die den Elementen nicht trotzen wollen oder nicht k\u00f6nnen wegen ihrer unzul\u00e4nglichen Bekleidung. Im Gro\u00dfen und Ganzen hatten wir den Eindruck, dass der ganze Prozess unglaublich gut organisiert ist, von der Buchung bis zur Sicherheit und P\u00fcnktlichkeit.<\/p>\n<p><em><strong>Man muss unbedingt einen Rucksack mit besonderer windfester Kleidung, Handschuhen, 1 bis 2 l Wasser und einem guten Lunchpaket mitnehmen. Wir haben auch immer ein Antihistaminikum und Ibuprofen dabei \u2013 f\u00fcr alle F\u00e4lle.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Der Abstieg auf der Westseite des Mulhacen war recht steil, so dass wir zum ersten Mal unsere neu gekauften Wanderst\u00f6cke gebrauchen konnten (von 8 bis 50 \u20ac bei Decathlon). Zum ersten Mal war der Boden nicht ganz fest, und wir sp\u00fcrten die Anstrengung in Kn\u00f6cheln und Knien. Zum Gl\u00fcck ist der steile Teil nach unten schnell \u00fcberwunden \u2013 vor uns lag eine 5 km lange Wanderung auf einem ausgezeichneten Weg \u2013 zur\u00fcck zur \u201eBushaltestelle\u201c \u2013 wo wir eine Stunde vor Abfahrt eintrafen. Die Wartezeit verbrachten wir auf einer Felsplattform mit dem Namen \u201eMirador de Trevelez\u201c in der Gesellschaft von Jos\u00e9, dem wir ewig dankbar sein werden, dass er uns begleitet hat bei unserem ersten Treffen mit dem Mulhacen.<\/p>\n<p>Um <strong>17.15 Uhr<\/strong> waren wir wieder in Capileira, wo wir unsere heutige Leistung und die unvergesslichen Eindr\u00fccke bei ein paar Bierchen auf der Cascape\u00f1as Terrasse feiern konnten. Mit jedem Bier oder Glas Wein serviert man als das Nat\u00fcrlichste der Welt eine kostenlose Tapa, normalerweise ein S\u00fcck K\u00e4se oder ein paar Scheiben luftgetrockneter Schinken, immer mit Brot und Oliven.<\/p>\n<p>Jetzt h\u00e4tten wir nach Malaga zur\u00fcckfahren k\u00f6nnen \u2013 vorsichtshalber hatten wir aber noch eine \u00dcbernachtung in Capileira gebucht. Wir wussten ja nicht, wie m\u00fcde man nach der Wanderung sein w\u00fcrde. Mit dieser zus\u00e4tzlichen Nacht hatten wir die Gelegenheit, Guillermos gastronomische Wunder in der Botanic Bar und die von El Cascape\u00f1as fantastischen frisch gebackenen bu\u00f1uelos zu probiern.<\/p>\n<p><strong>Samstag \u2013 heimw\u00e4rts<\/strong><\/p>\n<p>Eine relativ ereignislose Heimfahrt, auf der wir nicht aufh\u00f6rten \u00fcber all die neuen Eindr\u00fccke zu reden, die wir gesammelt hatten \u2013 innerhalb von nur 48 Stunden. Wenn Sie mehr \u00fcber die Fahrt nach Capileira und zum Mulhacen wissen m\u00f6chte, senden Sie mich einen email.<\/p>\n<p><em>Hans Hugo From <\/em><br \/>\n<em>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Helle Hollis Autovermietung<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man aus D\u00e4nemark kommt, wo der h\u00f6chste \u201eBerg\u201c kaum die 200 Metergrenze erreicht, dann ist es kein Wunder, dass man von den spanischen Bergen angezogen wird. 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